„Hot Ashtanga Yoga“ und: „Wad is dise shidde? Cam onne“

Bildschirmfoto 2014-01-03 um 09.39.51…Abends haben wir uns die erste Ashtanga Vinyasa Stunde gegönnt… Bei gefuehlten 40° Shala-Innen-Temperatur und ca. 80% Luftfeuchtigkeit ist mein Koerper bereits nach 5 min. „ausgeronnen“. Ohne Witz, ohne Übertreibung! Wir waren ca. 15-20 Leute in der Shala, die wunderschön verfliest war, mit riesiger Glasfensterfront und Blick auf den Ganges hinunter, sowie auf die Berge und Ashrams auf der anderen Flusseite. Nach der Stunde dachte ich mir, ich könnte mir nun endgültig die Erfahrung einer Bikram oder Hot Yoga Einheit sparen, wir bekamen es ja zu dieser Ashtanga Stunde gratis dazu ;) Haben also gefühlte 80% unseres Wassers im Körper an die Matte abgegeben und sind in einem „sehr“ dynamischen Tempo durch die 1. Serie gegangen. Ich war sehr überrascht, auf welch hohem Niveau hier eine geführte Klasse unterrichtet wurde, sind doch knapp ein Drittel der Teilnehmer Anfänger und mindestens ein weiteres Drittel nicht mit Ashtanga Vinyasa bewandert gewesen. Trotzdem ging es ratzfatz in die schwierigsten Asanas/Positionen. Naja… habe die Herausforderung (eigentlich vorrangig aufgrund der Temperatur) genossen. Bei der Hitze hat man den Vorteil, dass in sehr kurzer Zeit sehr viel an Flexibilität „geht“, da sich der Körper so erwärmt. Völlig durchnässt sind wir dann zum Guesthouse zurück“gelatscht“ (Sorry, es war kein „Gehen“ mehr), haben geduscht und am nächsten Tag die Folgen der intensiven Dehnungen am ganzen Körper gespürt. Egal – Gut wars! Und eine neue Erfahrung ;) …Ein paar Tage später haben wir dann unsere letzte Ashtanga Yoga Klasse besucht und haben zwei Italiener kennengelernt, wovon einer, nennen wir es mal sehr „authentisch“ war: Nachdem eine der ebenso mitpraktizierenden Teacher-Training Schülerinnen in der Yogashala ihre „funky music“ vor der Stunde mit gutem Volume aufdrehte und unser netter, junger, indischer Lehrer nicht in der Stimmung war, diese vorab abzuschalten (ein wirklich toller Praxisbeginn: Ashtanga mit Funky Musik, und noch entspannender: Anfangs auch noch das Ashtanga Mantra währenddessen! chanten) kam daraufhin bald einmal ein etwas versteckter, italienischer Mittelfinger, begleitet von einem nicht zu lauten „Wad is dise shidde? Cam onne!“ zum Ausdruck. Mittendrin statt nur dabei, versuchten wir diese skurile Atmosphäre mit einem unvermeidbaren Grinser im Gesicht yogisch zu ignorieren und weiter zu praktizieren… Da alle anderen großen oder kleinen Wehwechen von den vorangehenden intensiven Yogatagen nun auch etwas verflogen waren, hab ich mir schlussendlich zeitgerecht noch meinen Nacken verrissen, sodass ich dann wieder für ein paar Tage „versorgt“ war. Interessante Erfahrung. Ashtanga Vinyasa Yoga in Rishikesh. Obwohl zwei scheinbar richtig gute Ashtanga Lehrer in Rishikesh ansässig wären, leider nur zu dem Zeitpunkt unseres Daseins entweder nicht vor Ort oder unauffindbar, weil keine Adresse im Internet und keine hilfreiche Unterstützung der eh so bemühten Inder, die den Namen dieser Lehrerin noch nie gehört hatten. In diesem Sinne: Om Shanti, Shanti Shanti.