Ashtanga Yoga an den Ufern des Ganges in Nordindien…

Wieder einmal ein kleiner Rückblick in unseren Reiseblog, Ende September 2013, Indien-Rishikesh: …Eines Nachmittags waren wir mit Markus und Alicia am Ganga Beach, wo sich am Strand keine Leute befanden und wir sogleich einen Insider-Yoga-Hot-Spot ausfindig machten – Begleitet von einem typisch indischen Straßenhund, mit Bisswunde am Ohr, der sich jedoch als sehr treue Seele rausstellen sollte und den wir (weil am naheliegendsten) „Rishi“ tauften. Er folgte uns auf Schritt und Tritt. Auf Wunsch unsere neuen Wiener Travel-Buddies, die eigentlich aus dem Ländle bzw. Espagnol kommen, haben wir dann eine kleine Ashtanga Yoga Beginner Class an den Ufern des Ganges im weissen Sand eingelegt, stark geprägt von ein paar Surya Namaskaras (Sonnengrüße). Zwei super aufmerksame und interessierte „Yoga-Students“, und das mitten in Nordindien :). Es war sehr bedeutend und schön, wiedermal ein bisschen Ashtanga Yoga „weitergeben zu können“. Da ein zweiter Hund auftauchte mit dem sich Rishi schnell anfreundete, spielte und umhertollte, haben wir diesen „Kesha“ getauft… Wir wollten ja dem Ort treu bleiben und nicht die Yoga-Praxis unnötigen Namens-Brainstormings nachstellen ;) … Die Sache wurde jedoch etwas „uncool“ als die lieben Hundtis dann unsere Yogastunde etwas gestört haben, wild bellend rumsprangen, umhertollten, „spielten“ und uns ungewollt mit Sand beschossen, als dieser durch die Luft wirbelte. Alicia und ich wurden immer besorgter, als sie uns in ihrer wilden Spiel-Rauferei immer näher kamen. Dafür haben wir sehr endlich und wirklich sehr „erfolgreich“ unseren NOT(!)-Alarm-Piepser den ich zuhause noch schnell im „Travelsafe“ Shop gekauft hatte, ausprobiert. Er sollte laut Verkäufer natürlich jeden (Straßen-)Hund auf dieser Welt erschrecken, verstören und verjagen, da die Hunde das Geräusch nicht vertragen würden. Da uns die Hunde dann echt nervten und etwas zu wild um uns rum spielten haben wir den „Alarm-Stecker“ gezogen. Ein schrilles „Wiuwiuwiuwiuwiuwiuwiuwiuuuuuuuuuuuuuuuu“ heulte durch das Gangestal…und die Hunde… – ÜBERRASCHUNG….. hat es natürlich Nüsse interessiert! Keines einzigen „Ohres“ wurde die „Sirene“ gewürdigt. Pff…. Na, sehr beruhigend… da fühlt man sich gleich sicherer mit dem Super-Not-Heuler der sich mehr als westliches Möchte-Gern-Accessoire rausstellte. Aber eh nicht verwunderlich. Indische Straßenköter eben. Das sind DIE von der „harten Sorte“. Sind wohl etwas mehr Lärm und Geräusche gewöhnt als die süßen, verwöhnten Haustier-Hundis in Österreich – die wahrscheinlich als „Test-Objekte“ für die „Safe High Technology“ dienten und für welche das mikrige Alarmpiepserl wahrscheinlich die größte Panik auslöst. Der gelungene Aufruf von Rishi & Kesha unsere Yogastunde somit (nach gefühlten 20min.) zu beenden animierte uns also dazu, den Rückweg in den Ort anzutreten. Anyway.. es war eine sehr schöne Zeit an den Ufern des Ganges und die Ashtanga Yoga Stunde wurde spät Abends nach dem Essen im „Beatles Cafe“ theoretisch – mit einem schnell skizzierten „Practice Sheet“ ins Tagebuch unserer neuen Buddies – sowie praktisch – mit ein paar Vor-, Seit- und Rückbeuge-Demonstrationen zwischen Bodentischen, Teppich und Sesseln – zu einem schönen Ende gebracht. Zumindest ein paar Basics waren sodann vermittelt um der künftigen „Self Practice“ der beiden auf ihrer noch lange währenden Backpacker-Reise nichts in den Weg zu stellen :) .